Heimatmaschine

Handlung

Wie fragt man nach der Heimat? Wo oder wann oder wie? Oder wer?! Eher doch wo nicht, wer nicht, wann nicht. Heimat hat mehr mit „nicht“ zu tun als mit was. Aber dieses „wann“ verstehe ich eh nicht. Warum bloß nicht!? Wegen dem ewigen Fortbestand? Der exakt 1000 Jahre umfasst? Nein. Nehmen wir mal an, du bist da wo du sein willst, so alles in allem. Und du denkst über Heimat nach, obwohl sie dir nicht fehlt … Dann hast du zu viel Zeit. Zu viel Ruhe. Kühe verdauen auch in Ruhepausen. Der Vergleich ist nicht übel. Die Zeit haben, den bereits vorverdauten Nahrungsbrei wieder hochzuwürgen und erneut drauf rum zu kauen.Das klingt nach Heimat. Wenn sie da ist, jedenfalls. Und damit auch das wann; nämlich dann, wenn alles prosperiert, wenn der Laden läuft, wenn es was zu verteidigen gibt. Für die, die nicht da sind, wo sie sein wollen, ist es anders. Aber die haben Sehnsucht und nicht Schiss.
Ein Theaterabend in der Collage aus Musik und literarischen Texten aus dem Exil, unter anderem von Anna Seghers, Heinrich Heine, Hannah Arendt, Stefan Zweig, Einar Schleef, Helga M. Novak, Edith Anderson, Feridun Zaimoglu.

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Inszenierung

Wann – 07. September 2018
Wo – dawb Theater Strausberg
Titel – Heimatmaschine
Text – zusammengestellt von Rico Wagner und Ensemble
Regie – Rico Wagner
Ausstattung – Jule Heidelbach
Musik – Daniel Dorsch
Choreographie – Maurine Oyuga
Spiel – Inés Burdow, Melanie Seeland
Denker – Ahamad Gadji Azina
Ton / Licht – Jonas Albani
Fotos © – Mathias Völzke

Gefördert durch den Bereich Kunst und Kultur im Landkreis Märkisch-Oderland.